Salman Hussain
Krieg gegen Terror – Krieg gegen Dissens
Von Abgründen und zivilem Widerstand in Pakistan

Das Verschwinden von Menschenrechtler(inn)en und politischen Aktivist(inn)en ist ein Indikator für das allumfassende Überwachungs- und Strafregime im heutigen Pakistan. Frühere Militärregime waren berüchtigt dafür, dass sie Meinungsverschiedenheiten nicht tolerierten. Unter demokratischer Herrschaft scheint das erzwungene Verschwindenlassen jedoch in eine organisierte Form übergegangen zu sein. Was als militärische Taktik zur Bekämpfung militanter Gruppen im Nordwesten Pakistans begann, ist allmählich zu einem Instrument geworden, um politische Meinungsverschiedenheiten und öffentlichen Dissens einzudämmen. Der Autor beschreibt diese Entwicklung.

Zum Autor

Salman Hussain war Gastwissenschaftler am Max Planck Institut für soziale Anthropologie in Halle und lehrt jetzt an der University of Massachusetts (Amherst) im Legal Studies Program. Er beschäftigt sich unter anderem mit Fragen der Verteidigung von Menschenrechten und Protestbewegungen in Südasien. Seine Arbeiten sind zugänglich etwa in der Political and Legal Anthropology Review oder Anthropologica.