150 Jahre Rabindranath Tagore

Am 7. Mai 2011 jährt sich der Geburtstag des Großmeisters der modernen Bengali-Literatur, Gründers der Universität Vishvabharati und Literaturnobelpreisträgers Rabindranath Tagore zum 150. Mal. In Indien und Bangladesch, die beide Nationalhymnen nach Texten von Tagore haben, steht er im Kanon der national geehrten Dichter und Denker ganz oben. Das Jubiläum ist willkommener Anlass, an seine Bedeutung für die bengalische und die indische Nation zu erinnern. Aus diesem Anlass hat der Draupadi Verlag folgende drei Bücher publiziert: Alokeranjan Dasgupta: Mein Tagore. Eine Annäherung an den indischen Dichter Rabindranath Tagore (Interviews, Vorträge und Aufsätze von A. Dasgupta über Tagore und Übersetzungen von Texten Tagores). Rabindranath Tagore, Helene Meyer-Franck und Heinrich Meyer-Benfey: Mein lieber Meister. Briefwechsel 1920-1938. Herausgeber Martin Kämpchen und Prasanta Kumar Paul (Helene Meyer-Franck hat in den 1920er Jahren viele Texte Tagores ins Deutsche übersetzt). Rabindranath Tagore: Chitra. Ein Spiel in einem Aufzug. Ins Deutsche übertragen von Elisabeth Wolff-Merck. In dem Band Mein Tagore ist in neuer Übersetzung die Rede abdruckt, die Tagore am 7. Mai 1941 hielt. Sie war seine letzte öffentliche Stellungnahme und wird oft als sein Vermächtnis an die Nachwelt bezeichnet. Hier bringen wir einige Auszüge der deutschen Übersetzung.

Südasien 4/2010-1/2011