Mirka Fries, Andreas Schüller
Inferno im Paradies
Fehlende Aufarbeitung von Kriegsverbrechen und deren Folgen

Vor über zehn Jahren endete der srilankische Bürgerkrieg zwischen der Regierung und den tamilischen Befreiungstigern (Liberation Tigers of Tamil Eelam, LTTE). Die Regierung unter dem damaligen Präsidenten Mahinda Rajapaksa hatte ab 2006 damit begonnen, den Waffenstillstand, auf den sich beide Seiten sechs Jahre zuvor nach mühsamen Verhandlungen geeinigt hatten, aufzukündigen und massiv militärisch zu mobilisieren. Dies endete im Mai 2009 mit der Vernichtung der LTTE, nachdem die srilankischen Streitkräfte über Monate hinweg zivile Schutzzonen bombardiert und die LTTE-Führung erschossen hatten. Eine Aufarbeitung unter dem Aspekt des internationalen Strafrechts leistet der nachfolgende Text.

Zur Autorin

Mirka Fries studierte deutsches und internationales Recht in Münster und Potsdam (LL.B.) sowie internationales Strafrecht und Menschenrechte (LL.M.) in Amsterdam und New York. Seit Herbst 2018 ist sie als Bertha Justice Fellow in den ECCHR-Programmbereichen Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung sowie Unternehmen und Menschenrechte tätig.

 

Zum Autor

Andreas Schüller arbeitet seit 2009 beim ECCHR und leitet den Programmbereich Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung. Er hat Rechtswissenschaften in Trier und Orléans (Frankreich) studiert, hält einen LL.M. (adv.) Abschluss der Universität Leiden (Niederlande) im Völkerrecht mit Spezialisierung im Völkerstrafrecht und ist in Berlin als Rechtsanwalt zugelassen.

Südasien 2/2020