Toni Kaatz-Dubberke
Auch nach 40 Jahren nicht integriert
Biharis in Bangladesch

Die schmalen Wege Patgodams, einem Ortsteil der Stadt Mymensingh im Norden Bangladeschs, sind aufgeweicht vom Regen des vergangenen Tages. Obgleich die dicht aneinander gebauten Häuser aus Ziegeln gebaut sind, befinden sie sich in sehr schlechtem Zustand. Die Kinder sind neugierig auf den Besucher aus dem Ausland. Die Mädchen ziehen dabei rasch den Schleier vors Gesicht. Hier lebt eine Gemeinschaft, die 1947 eingewandert ist und von denen viele Urdu oder lokale Dialekte des Hindi als Muttersprache haben. In Bangladesch nennt man sie die Biharis. Die Biharis – das sind die Anderen.

Zum Autor

Toni Kaatz-Dubberke war in Bangladesch von März bis September 2009 als Praktikant für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) – seit Januar 2011 Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) – tätig. Er ist Politikwissenschaftler und freier Journalist aus Leipzig.

Südasien 4/2010-1/2011