Jacinta Kerketta
Mein Adivasi-Sein
Zum Welttag der Indigenen Gemeinschaften

Der nachfolgende Text ist einer der seltenen kritischen und selbstkritischen Überlegungen, die von einer Angehörigen der Adivasi geschrieben wurden. Er richtet sich in erster Linie an die gebildeten Angehörigen der verschiedenen Adivasi-Gemeinschaften. Zugleich spart die Autorin nicht mit Kritik an den herrschenden Verhältnissen, die zum Teil ihren Ursprung in der kolonialen Vergangenheit Indiens haben und zum Teil vom Neoliberalismus und der kapitalistischen Weltordnung der modernen Zeit geprägt sind. 

Zur Autorin

Jacinta Kerketta ist eine bekannte Autorin, die die Lebensumstände der Adivasi und die sie umgebende, bedrohte Natur in eindrücklich-bildhafter Sprache wiedergibt und gleichzeitig der Hoffnung eine Stimme verleiht. Ihr erster Gedichtband „Glut“ erschien in Deutschland im Jahr 2016, ihr zweiter Gedichtband „Tiefe Wurzeln“ im April 2018 (beide im Draupadi-Verlag). 

Südasien 4/2020