Michael Schirmer
Rezension: Ranjith Henayaka, Mit dem Wind fliehen, Roman aus Sri Lanka
Horlemann-Verlag Berlin 2010, 320 S., 19,90 Euro

Wer verstehen will, was geschieht, wenn man sich in Sri Lanka für Menschenrechte einsetzt, muss das Buch von Ranjith Henayaka lesen. Er ist wohl der erste in deutscher Sprache erschienene Roman, der sich mit den politischen Zusammenhängen des srilankischen Bürgerkrieges befasst, der im Mai 2009 ein Ende fand. Sri Lanka in den 1980er Jahren: Tamilische Guerillagruppen kämpfen für einen unabhängigen Staat, doch sie rivalisieren auch untereinander. Viele geraten zwischen alle Fronten, darunter auch der junge Freiheitskämpfer Nathan. Das Buch beleuchtet nicht nur die tödlichen Gefahren sowohl für das autoritäre Regime als auch für seine einstigen terroristischen Gegenspieler, die tamilischen Extremisten. Auch die lebensbedrohliche Flucht der Opfer wird nachgezeichnet.

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Südasien 3/2011