Winfried Zacher
Klimawandel und Gesundheit
Der unvermeidliche Temperaturanstieg in Südasien als gesundheitspolitische Herausforderung

Anfang Dezember 2011 fand in Durban die 17. Conference of Parties der Vereinten Nationen statt. Im Zentrum der Verhandlungen standen die Bemühungen, das auslaufende Kyoto-Protokoll zu erneuern und zu erweitern. Zu Redaktionsschluss (25.11.) ist noch nicht klar, ob wider Erwarten doch noch ein irgendwie geartetes Abkommen mit einem nicht nur symbolischen Bekenntnis zur Fortsetzung international koordinierter Bemühungen um Klimaschutz zustande kommt. Die USA und China sind die großen Blockierer, aber auch Indien will sich in seiner dem Wachstum der Wirtschaft verpflichteten Politik keine klimapolitischen Fußangeln anlegen lassen. Bisher spielen in der internationalen Diskussion um den Klimawandel die verheerenden Gesundheitsfolgen noch kaum eine Rolle. Dabei stellen sie ein zusätzliches und wichtiges Argument für die Begrenzung der Erderwärmung dar.

Zum Autor
Dr. Winfried Zacher ist Facharzt für Allgemeinmedizin, Tropenkrankheiten, Master of Public Health (MPH). Er hat lange Jahre in Entwicklungsländern und in Deutschland für die EZ gearbeitet und ist jetzt Berater für Entwicklung und Gesundheit bei Germanwatch.

Südasien 4/2011