Bernard Imhasly
Gruppenbild in der Abenddämmerung
Die Gemeinschaft der Parsen in Indien schrumpft

Schätzungsweise 90.000 Parsen leben in Indien, die Mehrzahl von ihnen in Mumbai – eine kleine Glaubensgemeinschaft für indische Verhältnisse. Die Parsen gelten als ehrlich und beharrlich, sie haben große wirtschaftliche Erfolge zu verbuchen. Dabei beruht ihr Glaube auf den Lehren des Propheten Zarathustra mit dem Gebot: „Gute Gedanken, gute Worte, gute Taten“. Doch die Gemeinschaft der Parsen schrumpft – es fehlt an Nachwuchs. Reformer wollen eine Öffnung weg von der „Blutsgemeinschaft“, auch Mischehen und ein Glaubenswechsel sollen möglich sein. Doch die Konservativen wollen an den strikten Regeln festhalten. Der Schweizer Journalist und Autor Bernhard Imhasly lebt seit vielen Jahren in Indien. Verbunden mit einer persönlichen Geschichte bietet Imhasly einen Einblick in die Gemeinschaft der Parsen und die anstehenden Herausforderungen.

Zum Autor
Der 1946 geborene Walliser Bernard Imhasly arbeitete von 1990 bis 2007 als Südostasien-Korrespondent für die NZZ. Der studierte Linguist und Ethnologe Imhasly lebt seit 1984 in Indien, er ist mit einer Inderin verheiratet. Zurzeit lebt Imhasly in der Nähe von Mumbai.

Südasien 1/2012