Patrizia Heidegger
Dirty, difficult and dangerous
Das Geschäft mit Schrottschiffen an Südasiens Stränden

Was geschieht eigentlich mit Kreuzfahrtschiffen, Öltankern und Frachtschiffen, wenn sie nach Meile um Meile auf den Weltmeeren von den großen Reedereien gegen modernere Exemplare ausgetauscht werden? Tausende Tonnen Stahl zu zerlegen und zu recyceln, dazu braucht es schweres Gerät und fachmännisches Know-How, so möchte man zumindest meinen. Oft ist allerdings genau das Gegenteil der Fall. Die Bedingungen, unter denen die Ozeanriesen in den Ländern Südasiens verschrottet werden, kosten die dortigen Arbeiter nicht selten Leben und Gesundheit. Was sich an Südasiens Stränden abspielt, ist hierzulande weitgehend unbekannt. Patrizia Heidegger beleuchtet die Details.

Zur Autorin
Patrizia Heidegger ist Geschäftsführerin der NRO Shipbreaking Platform in Brüssel, eines weltweiten Zusammenschlusses von Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisationen, die sich für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Umweltschutz im Schiffrecycling in Südasien einsetzt. Sie hat ein Jahr lang die bangladeschische Menschenrechtsorganisation Ain-o-Shalish Kendra vor Ort unterstützt und schreibt regelmäßig für diese Zeitschrift über Menschen- und Arbeitsrechtsthemen.

Südasien 1/2013