Gisela Burckhardt
Moderne Sklaverei
Die Katastrophe in Bangladesch und die internationale Textilindustrie

Getrieben von der öffentlichen Berichterstattung und Empörung, beeilten sich viele internationale Textilfirmen in der Folge eines verheerenden Fabrikeinsturzes im April, bei dem über 1100 Menschen ums Leben kamen, ein von Arbeitsrechtsorganisationen schon lange gefordertes Abkommen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu unterzeichnen. Verweigerten sie sich einem solchen in der Vergangenheit bei vorangegangenen Unfällen, brauchte es offenbar dazu erst das weltweit größte Unglück in der Bekleidungsindustrie. Denn natürlich geht Billigproduktion nur auf Kosten der Rechte und Sicherheit der Beschäftigten. Gisela Burckhardt berichtet über das Zustandekommen und die Folgen des jüngsten Abkommens, aber auch, was sich darüber hinaus auf staatlicher, unternehmerischer und Verbraucherebene ändern muss.

Zur Autorin
Dr. Gisela Burckhardt ist Vorstandsvorsitzende von FEMNET e.V. und vertritt FEMNET in der deutschen CCC. Sie ist entwicklungspolitische Gutachterin, Autorin und Trainerin.

Südasien 2/2013