Thomas Döhne
Das Machtkartell der „Großen Vier“
Nepal im Bann erodierter Rechtsstaatlichkeit, verfestigter Straflosigkeit und wachsender Politikverdrossenheit

Zwei heftig umstrittene politische Entscheidungen der vier großen Mainstream-Parteien haben in den letzten Monaten die öffentliche Debatte in Nepal beherrscht: Die Bildung einer „technokratischen“ Übergangsregierung unter Leitung des Vorsitzenden Richters des Obersten Gerichts Khil Raj Regmi sowie die Ernennung von Lokman Singh Karki zum Leiter der Antikorruptionsbehörde Commission for Investigation of Abuse of Authority (CIAA). Erst kürzlich ist der neueste Jahresbericht von Amnesty International erschienen. Darin heißt es lapidar, die Straflosigkeit im Land habe sich weiter verfestigt.

Zum Autor
Thomas Döhne, Nepal-Experte, lange Zeit Mitglied im Vorstand des Südasienbüros, arbeitet zurzeit als Berater bei einer regierungsnahen Trainingseinrichtung in Kathmandu.

Südasien 2/2013