Thomas Döhne
In Nepal nichts Neues
Wirrnisse im Vorfeld der Novemberwahlen

Die Sanduhr rieselt, noch knapp drei Monate bis zum angekündigten Wahltermin für eine Verfassungsgebende Versammlung am 19. November 2013. Obwohl die Wahlkommission seit Monaten aktiv ist und regelmäßig an die im High Level Political Committee (HLPC) vertretenen Vertreter der vier großen politischen Parteien apelliert, auch diejenigen ins Boot zu holen, die einen Wahlboykott angekündigt haben, und noch offene Fragen zur Wahlregistrierung sowie zur Anzahl und Demarkierung der Wahlbezirke endlich zu klären, stagniert der dafür notwendige Verständigungsprozess. Von Wahleuphorie ist im Land nichts spürbar. Das Vertrauen in das Führungspersonal der Mainstream-Parteien ist gering, Politikverdrossenheit weit verbreitet und die Skepsis groß, ob die Wahlen zum vorgesehenen Zeitpunkt wirklich stattfinden werden.

Zum Autor
Thomas Döhne lebt und arbeitet seit mehreren Jahren bei einer regierungsnahen Fortbildungseinrichtung in Kathmandu.

Südasien 3/2013