Nidhi S. Sabharwal
Im Schneckentempo
Die Milleniums-Entwicklungsziele - Bilanz für Dalits und Tribals

Die Erfahrungen mit den Millennium Development Goals (MDGs) in Südasien sind in Bezug auf Veränderungen bei Armut und Hunger grundsätzlich positiv. Es war allerdings geplant, dass extreme Armut und Hunger bis 2015 halbiert würden. Heute, da 2015 näherrückt und damit das Jahr, in dem die Zielvorgaben der MDGs erreicht sein sollen, weisen die Erfahrungen zahlreicher Länder, darunter auch Indien, darauf hin, dass diese dringenden Herausforderungen in Bezug auf Ureinwohner und Randgruppen weiter existieren und ungelöste Aufgaben geblieben sind. Indigene, ethnische und andere gesellschaftlich ausgeschlossene Gruppen sind stärker als die Mehrheitsbevölkerung von Armut, Unterernährung, Analphabetentum und einem schlechten Gesundheitszustand betroffen. Nidhi S. Sabharwal untersucht die Ursachen für die großen Unterschiede zwischen den gesellschaftlichen Gruppen.

Zur Autorin
Dr. Nidhi Sadana Sabharwal ist Direktorin des Indian Institute of Dalit Studies (IIDS) in Neu Delhi, Indien.

Südasien 1/2014