Evi Lemberger
Anonyme Aufräumaktionen
Die Umweltgruppe The Ugly Indian kämpft gegen Müll und pflegt den öffentlichen Raum.

Indien gehört laut WWF (World Wildlife Fund), Green Cross Schweiz und anderen Organisationen zu den zehn schmutzigsten Ländern der Welt. Dagegen will die anonyme Umweltgruppe The Ugly Indian (TUI) vorgehen. Gegründet wurde die lose Vereinigung in Bangalore Ende 2010; sie verbreitete sich in kürzester Zeit in ganz Indien. Mittelpunkt ihres Interesses: der vernachlässigte öffentliche Raum. Ihre Ziele: Wiederherstellung und Verschönerung der Städte und der Versuch, die Bevölkerung zu sensibilisieren. Ihre Methode: „Spotfixing“ – spontane Aktionen von 5 bis 50 Leuten, durch die „hier und da ein Fleck“ – Sportplätze, Kanalabschnitte oder innerstädtische Plätze mittels Müll- und Farbeimer sowie Putzlappen wieder benutzbar gemacht werden sollen.

Zur Autorin
Evi Lemberger graduierte am London College of Communication und absolvierte ein Austauschsemester an der „Hochschule für Grafik und Buchkunst“ in Leipzig. Nach Stationen in Moskau und Transkarpatien (Ukraine) studierte sie mit einem Stipendium am International Center of Photography in New York im Bereich Photojournalism and Documentary Photography und berichtet heute als Fotografin und freie Journalistin unter anderem in der Online-Zeitschrift „jetzt“, in Foto8, der ZEIT, im FREITAG und in der Süddeutschen Zeitung aus Indien, Bangladesch und Deutschland.

Südasien 2/2014