Manuka Wijesinghe
Mönche gegen Minderheiten und Frauen
Der singhalesische Buddhismus und die Gewalt

Das besonders im Westen vorherrschende Klischee vom friedfertigen Buddhismus ist schon seit längerer Zeit angekratzt. Besonders seit dem Bürgerkrieg in Sri Lanka und der Flucht vieler Tamilen auch nach Deutschland hat die Sicht auf den Buddhismus als Religion der Sanftmut und Toleranz gelitten. Buddhistische Mönche spielten und spielen in Sri Lanka eine unrühmliche Rolle als Prediger von Gewalt gegen religiöse Minderheiten. Die unheilige Allianz zwischen Buddhismus und Nationalismus hat nicht nur zu einem jahrelangen Bürgerkrieg geführt, sondern auch zur Vernichtung kultureller und religiöser Vielfalt. Das Phänomen Buddhismus und Gewalt in Sri Lanka, im Besonderen Gewalt gegen Frauen, war das Thema eines Vortrags, den die Schriftstellerin Manuka Wijesinghe auf einer Tagung des Literaturforums Indien im Mai 2014 in Villigst gehalten hat. Ihre Thesen werfen ein neues Licht auf die aktuelle Situation in Sri Lanka.

Zur Autorin
Manuka Wijesinghe wurde in Colombo geboren; sie ist freie Schriftstellerin und lebt heute in Deutschland. Sie veröffentlichte zwei Bücher, Monsoons and Potholes (2006) und Theravada Man (2009).

Südasien 2/2014