Adrienne Woltersdorf
Ein Bahnhof namens Kabul
Umbrüche in der Medienlandschaft Afghanistans

Seit dem Sturz der Taliban 2001 hat sich die Medienlandschaft in Afghanistan rasant entfaltet. Seither hat das Land mit seinen etwa 200 Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen, über 40 Fernsehsendern, etwa 150 Radiosendern und einer Reihe von Nachrichtenagenturen eine Vorreiterrolle in der Region. Im Vergleich zu Pakistan, Iran und Turkmenistan steht Afghanistan mit Platz 128 auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen (2014) gegenüber den Plätzen 158, 173 und 178 seiner Nachbarländer relativ gut da. Und doch sieht die Zukunft des Afghanistans düster aus. Adrienne Woltersdorf berichtet aus der Hauptstadt, in der sie lebt.

Zur Autorin
Adrienne Woltersdorf leitet seit Januar 2012 das Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kabul, Afghanistan. Zuvor berichtete sie als Korrespondentin der taz (die tageszeitung) aus Washington und Berlin.

Südasien 3-4/2014