Reinhold Schein
Indienbilder in der deutschen Literatur
Teil 4 – Zwischen den Kriegen und nach 1945

Weiterhin und bis in die Gegenwart liefern indische Legenden und Mythen Stoff für Romane und Erzählungen deutschsprachiger Autoren. Oft dient die indische Kulisse als Folie zum Diskurs über aktuelle Fragen der westlichen Welt. Auch die britische Kolonialherrschaft in Indien tritt verstärkt in den Fokus. Nach dem Zweiten Weltkrieg entschwindet Indien zunächst aus dem Blickfeld der deutschsprachigen Literatur, kehrt aber seit dem letzten Viertel des 20. Jahrhunderts umso nachdrücklicher zurück, nun vermittelt durch Autoren, die nicht nur touristische Bildungsreisen unternehmen, sondern sich dem Leben im postkolonialen Indien für längere Zeit aussetzen.

Zum Autor

Reinhold Schein arbeitete in den 1980er und 90er Jahren als DAAD-Lektor für deutsche Sprache und Literatur an der Poona University und der Banaras Hindu University. Die deutsch-indischen Literaturbeziehungen wurden eins seiner Studiengebiete. Nach seiner Rückkehr aus Indien betätigte er sich auch als Übersetzer von Literatur aus und über Indien. Seine Homepage: www.indienbild.de.

Südasien 1/2015