Mandira Sharma
Missachtung der Rechtsstaatlichkeit in Nepal
Eine große Bedrohung für Frieden und Sicherheit

In seinem Bestreben, die Menschenrechte im eigenen Land zu schützen und zu fördern, steht Nepal vor zwei wesentlichen Herausforderungen: Das ist zum einen der Kampf gegen die Straflosigkeit jener, die während des zehnjährigen Konflikts seit 1996 Menschenrechtsverletzungen begangen haben. Zum anderen ist dies die Missachtung der Rechtsstaatlichkeit, die bis heute anhält. Dass der nepalische Staat Straflosigkeit anhaltend duldet, bedeutet eine beständige Bedrohung der durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte anerkannten „angeborenen Würde“ sowie der „gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Bürger.“

Zur Autorin
Mandira Sharma ist Rechtsanwältin und Präsidentin der nepalischen Menschenrechtsorganisation Advocacy Forum. Für ihren Einsatz für die Menschenrechte in Nepal erhielt sie 2007 von Human Rights Watch den Human Rights Defenders Award.

Südasien 1/2015