Sunanda Deshapriya
Zeitgenössische Kunst in Sri Lanka nach dem Krieg
Interview mit Chandraguptha Thenuwara

In jedem autoritär geführten Regim ist die „freie“ Kunst Instrumentalisierung und Unterdrückung ausgesetzt. Künstler stehen vor der Wahl, als ausführendes Organ der politischen Propaganda zu Ruhm und Ehren zu gelangen, oder ihren eigenen Ausdruck zu finden und dabei ihr Leben zu riskieren. Nur wenige wählen den zweiten Weg. Chandraguptha Thenuwara beschreibt, wie im Nachkriegs-Sri-Lanka unter Rajapaksa die staatliche Kontrolle der Kunst nach und nach um sich griff und welche Freiräume der Kunst dennoch blieben, die vollends auszuschöpfen die Künstler jedoch nicht in der Lage waren.

Interviewer
Sunanda Deshapriya ist ein Journalist, der seit 2012 im schweizerischen Exil lebt. Seit dem Machtwechsel konnte er wenigstens besuchsweise nach Sri Lanka reisen. Das Interview fand im Juli 2015 statt und wurde von Sunanda Deshapriya selbst aus dem Singhalesischen ins Englische übersetzt.

Südasien 3-4/2015