Yeşim Paçal
Leid und Leidenschaft
Indiens Familienpolitik und selektive Abtreibung

Indien im 21. Jahrhundert, ein Land zwischen Tradition und Moderne, voller Leid und Leidenschaft, ein Land, das noch heute geprägt ist vom Kastensystem und der traditionellen Großfamilie. Während Indien einerseits als größte Demokratie der Welt zu den am stärksten aufstrebenden Nationen der Gegenwart zählt, muss sich das Land andererseits mit den Problemen einer rasant steigenden Bevölkerungszahl auseinandersetzen. Die Einwohnerzahl Indiens wurde im Zensus von 2014 auf 1,24 Milliarden geschätzt, Familienbild und Bevölkerungswachstum sind in den letzten 50 Jahren ein ständiges Thema der indischen Politik. Gleichzeitig bringt die in der Bevölkerung gängige Praxis der selektiven Abtreibung das Geschlechterverhältnis merklich aus dem Gleichgewicht. Der folgende Artikel geht auf die indische Familienpolitik der letzten circa 40 Jahre ein und arbeitet heraus, was die indische Regierung gegen die gängige Ausübung der selektiven Abtreibung unternimmt.

 

 

Zur Autorin:

Yeşim Paçal ist Masterstudentin der Asienwissenschaften und arbeitet zur Zeit im Zentrum für Entwicklungsforschung in Bonn.

Südasien 1/2016