Bernard Imhasly
Zwei Niederlagen
Wie Korruption in Indien das Baurecht aushebelt

Scharfe Umweltgesetze und strenge Bauauflagen nützen in Indien wenig. Immer wieder werden diese umgangen – wenn nötig mithilfe von Bestechung oder Bedrohung derjenigen, die sich wehren. Nur wenig ist in Indien übrig geblieben von den Kampagnen gegen Korruption. Nach den Gründen muss man nicht lange forschen: Sie liegen vor der eigenen Haustür. Zum Beispiel schaffte es ein Unternehmer, sein LuxusWochenendhaus in Awas, Maharaschtra, mitten in einer geschützten Mangrovenbucht zu bauen. Proteste und Berichte in den Medien konnten ihn nicht stoppen. Unser in Awas lebender Autor berichtet von der Macht des Schmiergeldes und erzählt, wie er nach jahrelangem Widerstand in eigener Sache selbst klein beigab.

Zum Autor:

Der 1946 geborene Walliser Bernard Imhasly arbeitete von 1990 bis 2007 als SüdostasienKorrespondent für die NZZ. Der studierte Linguist und Ethnologe Imhasly lebt seit 1984 in Indien, er ist mit einer Inderin verheiratet. Zurzeit lebt er in der Nähe von Mumbai.