Andrea Chiovenda
Vetternwirtschaft
Die Wurzeln von Klientelismus und Korruption in Afghanistan

Die Begriffe Vetternwirtschaft und Korruption werden häufig in einem Atemzug genannt, als wären sie in ihrer Bedeutung deckungsgleich. Indes handelt es sich vielmehr um Konzepte, die sich unterscheiden, wenn sie auch eng miteinander verwoben sind. Aus westlicher Perspektive betrachtet sind Vetternwirtschaft, Klientelismus und ein nicht funktionstüchtiger Staatsapparat die Kennzeichen, die failed states ausmachen. Denn diese Phänomene können einen Staat am effektiven Handeln hindern. Der Anthropologe Andrea Chiovenda untersucht, welche Rolle traditionelle Loyalitäten in Afghanistan dabei spielen.

Zum Autor:

Dr. Andrea Chiovenda lehrt und forscht an der medizinischen Abteilung der Harvard Universität im Bereich Social Medicine and Global Health. Er promovierte in Anthropologie an der Universität Boston.