Malin Fichter
Schlupflöcher und Schmiergelder
Korruption in Bangladeschs Textilindustrie

Immer noch ist die Situation in der Bekleidungsindustrie in Bangladesch undurchsichtig. Zahlreiche Nischen und Gesetzeslücken ermöglichen es diversen Akteur/-innen, sowohl Sicherheitsstandards als auch Arbeitnehmerrechte zu umgehen; und sie laden zur Vetternwirtschaft ein. Es wundert deshalb nicht, dass Bangladesch 2015 im Korruptionsindex von Transparency International (TI) auf Platz 139 von insgesamt 174 stand. In einer im Dezember 2015 erschienenen Studie über Bangladeschs Textilindustrie untersucht TI Muster krimineller Machenschaften in der Branche. Zugleich klärt die Organisation über Risiken sowie Handlungsmöglichkeiten auf und weist darauf hin, wie wichtig Korruptionsprävention und Transparenz beim Aufbau einer nachhaltigen und fairen Textilwirtschaft sind.

Zur Autorin:

Malin Fichter studiert im Masterstudiengang Ethnologie an der Universität zu Köln mit Schwerpunkt süd- und südostasiatische Länder. Ihren Bachelor hat sie in Ethnologie und Germanistik gemacht. Sie ist als Autorin und Übersetzerin für SÜDASIEN tätig.